Über das Projekt NESIS

Die Netzwerkstelle
Ziel des Teilprojekts I ist die konzeptionelle Entwicklung einer Netzwerkstruktur für Akteur*innen an Niedersächsischen Hochschulen, die sich mit Inklusion auf operativer sowie strategischer Ebene befassen. Zu diesen zählen sowohl Hochschulbeauftragte für die Belange von Studierenden mit Behinderungen oder chronischen Erkrankungen (NHG § 3 Satz 1 Nr. 7), als auch Mitarbeitende, die mit der Implementierung von Inklusionsprozessen in Studium und Lehre betraut sind. Das Netzwerk soll als landesweite Plattform dienen, um eine hochschulübergreifende Diskussion anzustoßen, einen Austausch zu ermöglichen, Expertisen zu bündeln und damit langfristig einen hohen Standard an Inklusion in Studium und Lehre an den niedersächsischen Hochschulen zu etablieren.
Mehr über die NetzwerkstelleDie Servicestelle
In dem Teilprojekt Servicestelle Inklusives Studium Niedersachsen soll im Sinne eines Kompetenzzentrums zu dem Thema Inklusion in Studium und Lehre zielgerichtet spezifische Expertise aufgebaut und gebündelt werden. Ausgangspunkt sind die von der Netzwerkstelle identifizierten Herausforderungen und ermittelten Bedarfe an den niedersächsischen Hochschulen. Dabei soll die Servicestelle in ihrer fachlichen Expertise die Bandbreite an Themen und Beeinträchtigungsformen im Kontext eines inklusiven Studiums abdecken, best oder good practices identifizieren bzw. entwickeln und bei Bedarf in Form von Dienstleistungen in Beratung, Information und Weiterbildung/Mikroschulungen weitervermitteln.
Die Angebote der Servicestelle sollen sich zukünftig an alle Mitglieder der niedersächsischen Hochschulen richten, wobei spezifische Angebote für Studierende, Beauftragte an den niedersächsischen Hochschulen für Menschen mit Behinderungen und chronischen Krankheiten sowie Lehrende geschaffen werden. Hochschulen können bei der Weiterentwicklung eigener Strukturen und Angebote Anregungen bekommen. Dabei soll auch bereits bestehendes Wissen gebündelt werden, unter anderem durch den Aufbau einer barrierefreien Internetplattform. So soll Transparenz über bestehende Angebote geschaffen werden.
Unser Inklusionsverständnis
Das Projektteam arbeitet interdisziplinär. Uns leitet in unserer Arbeit ein gemeinsames Verständnis von Inklusion:
Gleichberechtigte Teilhabe
Inklusion an Hochschulen bedeutet Studium und Lehre, Forschung und Verwaltung so zu gestalten, dass alle Studierenden in ihrer Vielfalt, insbesondere Studierende mit Behinderung oder chronischen Erkrankungen dieser Hochschulen gleichberechtigt teilhaben können.Studieren ohne fremde Hilfe
Die niedersächsischen Hochschulen sind gesetzlich dazu verpflichtet, Studienbedingungen so zu gestalten, dass Studierende mit Behinderungen oder chronischen Erkrankungen die Angebote der Hochschulen möglichst ohne fremde Hilfe in Anspruch nehmen können.Exklusionsrisiken minimieren
Studierende stoßen rund ums Studium auf vielfältige Barrieren. Damit Barrieren von Anfang an vermieden und Exklusionsrisiken minimiert werden, müssen Bedarfe erfasst und entsprechende Maßnahmen getroffen werden. Bestehen dennoch Barrieren fort, müssen dadurch entstehende Nachteile ausgeglichen werden, um für alle vergleichbare Studienbedingungen zu gewährleisten.Aktuelles
NESIS-Netzwerk hat sich in erweiterter Runde zu inklusiven Studienbedingungen in Niedersachsen ausgetauscht
NESIS-Netzwerk hat sich in erweiterter Runde zu inklusiven Studienbedingungen in Niedersachsen ausgetauscht Am 15.06.2026 hat sich das NESIS-Netzwerk getroffen, dieses Mal in erweiterter Runde. Neben den Netzwerkmitgliedern waren auch Vertreter*innen niedersächsischer Studierendenwerke, studentischer Initiativen, der IBS und der kfsn zum Austausch rund um das Thema "Perspektiven für inklusive Studienbedingungen in Niedersachsen" eingeladen. Das nächste Netzwerktreffen findet im September 2026 statt.Buchbeitrag über NESIS erschienen
Am 01.06.2026 ist der von Britta Niggebaum, Marc Ruhlandt und Isabel Sievers verfasste Buchbeitrag mit dem Titel "Hochschulübergreifende Vernetzung und Services– Das Verbundprojekt Inklusiv Studieren in Niedersachsen" in dem von Karin Cudak und Viviane Schachler herausgegebenen Sammelband zum Thema "Inklusive Kommunal- und Regionalentwicklung zur Teilhabe von Menschen mit Behinderungen. Impulse und Strategien" erschienen. Zur Open-Access-Version des Sammelbandes gelangen Sie hier.Digitale Barrierefreiheit in der Hochschullehre: Herausforderungen und Unterstützungsbedarfe
Die Digitalisierung der Hochschullehre eröffnet neue Möglichkeiten, Barrieren im Studium abzubauen – vorausgesetzt, digitale bzw. digital unterstützte Lehrangebote sind barrierefrei gestaltet. Eine hochschulübergreifende Befragung von Lehrenden und Studierenden im Projekt SOUVER@N zeigt jedoch deutliche Unsicherheiten bei der praktischen Umsetzung. Der Beitrag stellt zentrale Herausforderungen, Unterstützungsbedarfe und mögliche Ansatzpunkte zur Stärkung digitaler Barrierefreiheit in der Hochschullehre vor.Mehr lesen
